Viele Jahre lang dachte ich, Schreiben ist ein einsame Sache (also wurde es auch zu einer einsamen Sache.) Vielleicht war es mir auch wichtig, dass es einsam ist, nur für mich, weg von der Welt, sich mit niemand anderem auseinandersetzen. Jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist mit der Einsamkeit – das tut mir gut, vor allem tut es den Texten gut. Der Austausch mit anderen Schreibenden ist notwendig, bereichernd, spannend. Mein großes Problem des „Dranbleibens“ wird dadurch auch etwas kleiner, denn andere sind auch am „Dranbleiben“ über alle Schwierigkeiten und Hindernisse hinweg. Der ganze Schreibprozess, das Begreifen, was der Schreibprozess eigentlich ist wird realistischer, „griffiger“, einfach auch: Teil des Alltags. Das tut gut.

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