Ja, ich tue es. Für viele Lesende eine alptraumhafte Vorstellung. Ich werfe Bücher weg. Nun habe ich das passende Zitat dazu gefunden, in dem wunderbaren Buch „84, Charing Cross Road“ von Helene Hanff (ein Buch, das ich nicht wegwerfen werde.)
„Ich besitze nur drei Bücherregale und nur noch sehr wenige Bücher, die ich wegwerfen kann. Jedes Jahr im Frühjahr mache ich Bücher-Großputz und werfe die hinaus, die ich nie wieder lesen werde, so wie ich alte Kleider, die ich nie wieder tragen werde, wegwerfe. Alle Welt ist darüber schockiert. Meine Freunde sind komisch mit Büchern. Sie lesen alle Bestseller, und das so schnell wie möglich,  ich glaube, sie überspringen viel. Und sie lesen NIE etwas zwei Mal, weshalb sie sich ein Jahr später an kein einziges Wort erinnern können. Aber sie sind tief schockiert, wenn ich ein Buch in den Papierkorb werfe oder es fortgebe. Wie sie mich dabei ansehen: Man kauft ein Buch, man liest, man stellt es ins Regal, man öffnet es nie wieder im ganzen Leben, aber MAN WIRFT ES NICHT WEG! NICHT WENN ES EIN GEBUNDENES BUCH IST! Warum nicht? Ich für meine Person kann mir nichts weniger Heiliges vorstellen als ein schlechtes oder auch ein mittelmäßiges Buch.) (S.87 f)
Natürlich gibt es in meinen Regalen „heilige“ Bücher. Die würde ich auch nicht wegwerfen, wenn sie mir unter den Händen zerfallen. Da würde ich dann ein zweites als Leseexemplar kaufen. Dafür ist ja dann Platz

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