Ich gönne mir einen Nachmittag, an dem ich nur lese. Versinke in Texten, Geschichten, Assoziationen. Dann in der Nacht: intensive, kreative Träume. Ich merke mir so gut wie nichts – aber als ich aufwache, weiß ich: Es hat alles mit Geschichten zu tun, mit den Geschichten, die ich lese, mit meinen eigenen Geschichten; mit der ganzen Lust auf Geschichten, der Suche danach, dem Finden, dem Erfinden. Geschichten sind eine eigene Realität. Natürlich flüchten leidenschaftliche Leser immer wieder mal aus der Welt. Aber von ihrem Fluchtort kehren sie meistens gestärkt zurück.